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Weltwunder Kanal

Er ist wahrhaft beeindruckend, der Panama-Kanal! Wir machten uns morgens nach einem feudalen Frühstück auf den Weg zu den Miraflores Schleusen. Von der Besucherterrasse aus hatte man einen super Blick auf das Geschehen. Große Frachtschiffe passierten die Schleusen, riesige Rohstoff-Tanker und auch kleine Segelboote und schicke Yachten. Sie alle nehmen die Abkürzung zum Pazifik durch die von Menschenhand geschaffene Flussautobahn. Bei einem großen Schiff dauert die Fahrt durch die Schleuse vielleicht eine halbe Stunde, die ganze Überfahrt rund 10 Stunden und kostet, je nach Gewicht, etwa 100.000$ ?! Durch den Bau einer weiteren Schleuse können nun noch größere Schiffe passieren, die mit fast 1 Mio.$ zur Kasse gebeten werden. Anschauen kann man das ganze Prinzip auch sehr gut auf YouTube.

Nachdem ich genug gestaunt hatte und eigentlich auch nix spektakuläres mehr passierte, widmete ich mich meiner Lieblingsbeschäftigung: Leute beobachten. Das Besucherverhalten auf der Aussichtsplattform erinnerte mich an das morgendliche Anstehen an der Zugtür: ICH ICH ICH. Da die Plattform nicht terrassenförmig angelegt war, drängelte sich natürlich jeder nach vorn, um die besten Fotos machen zu können. Ein Ehepaar, ich vermutete aus Brasilien, fiel mir besonders auf. ER kommandierte SIE mit zackigen Anweisungen, aus welcher Perspektive ER fotografiert werden wollte. Noch schnell das Haar gelegt und das Hemd gerückt und das Motiv war im Handykasten. Hoffentlich bin ich auch drauf, hab nämlich Fotobombing gemacht! Hähä.

Im dazugehörigen Panamakanal-Museum, das die Geschichte und Technik sehr anschaulich darstellte, traf ich das Paar wieder. Jetzt hatten sie einen Guide am Wickel, der den Anweisungen des Herrschers folgen musste. Daniel erntete höchst böse Blicke, als er sich dem brasilianischen Fotokinski in den Weg stellte. Fotokinski?

Fotokinski im Profil.
Fotokinski im Profil.

Nach vier Etagen Information und mit eiskalter Nase dank Klimaanlage verliessen wir Miraflores und setzten unser Sightseeing-Programm im Parque Méditarian fort. Es ist der einzige Regenwald, der so nah an einer Stadt liegt. Wir nahmen den Weg auf den Berg, von dem aus man einen herrlichen Blick über Panama Stadt hatte. Jetzt floß der Schweiß ohne Ende! Dieser ständige Wechsel der Klimazone Tropen und Kühlschrank ging mir ganz schön auf den Organismus und beim Abstieg hatte ich Gummibeine.

Der Tag endete bei einem Abendessen auf dem nahe gelegenen Fischmarkt, wo wir eine Platte frittierten Wahnsinns bestellten, für meinen Geschmack zu viel Fritt & Fett, aber die Muscheln waren äußerst lecker. Thomas musste am selben Abend noch k….

 

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