Sydney: alles anders und doch wie immer

Ich kann Schilder lesen, die Strassen sind asphaltiert, es ist sauber, geordnet, strukturiert. Keine Motorroller, nirgendwo Garküchen, kein Reis.

Ich bin auf einem anderen Kontinent, 18.000 Kilometer von zuhause entfernt, und ich fühle mich wie “nebenan”. Alles ist sehr englisch, modern, hübsch, ein Seebad am anderen Ende der Welt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier fein leben kann. Sonne fast das ganze Jahr, milde Winter, immer Strand, hübsche Menschen (insbesondere Surfer, höhö). Jeder ist sehr freundlich und gut gelaunt, der Kaffee ist grossartigst, man liebt Picknick, Barbeque und Fleisch. Die Preise sind etwas höher als daheim und ich bin froh und unendlich dankbar, dass wir bei meiner lieben Freundin und ihrer kleinen Familie schlafen dürfen, denn sonst wäre das leckere Eis, ein Snack zum Lunch und ein alkoholisches Getränk am Tag nicht im Budget.

In Coogee Beach scheint das Leben easy zu sein … wenn nicht dieses aufdringliche Sportdiktat herrschen würde. Hier laufen alle leichtfüssig auf der Joggerautobahn. Der Sporthighway ist der hübsch angelegte Costal Walk, der entlang der Küste bis zum angesagten und international bekannten Bondi Beach führt. Auch im Park nahe den Bürotürmen wird statt Lunch gesportelt und den Stau im Feierabendverkehr umgeht man am besten, indem man nach Hause joggt oder mit dem Rennrad fährt. Vor der Arbeit geht man vielleicht noch Surfen, wenn die Wellen nichts hergeben, legt man ne Stunde Yoga ein.

Nun ja, soviel Sport und Energy um einen herum steckt an und so war ich auch joggen, zwei Mal. Das muss man am besten schon ganz früh morgens, spätestens bis 9.00 Uhr erledigen, weil nämlich später die Sonne erbarmungslos auf einen hinunter brennt. Ich war total fertig. Mit dem Sport habe ich es dann wieder gelassen. Wer hier nicht aktiv ist, ist unten durch. Ausserhalb von Sydney sieht das allerdings wieder anders aus. Da erkennt man sogleich die Liebe zum Weber Grill.

In Sydney unternahmen wir eine schöne Sightseeing Tour auf eigene Faust, inklusive Oper, Botanischer Garten, Harbour Bridge, Museum of Contempary Art, The Rocks, Central Business District mit den Bürotürmen und Einkaufsstrassen.

Ein Highlight war der rund 7-stündige Besuch der Cricket Weltmeisterschaft im Stadion. Südafrika gewann nach spektakulären Wickets und 4/6 Point Schlägen gegen West-India. Einen Teil der Regeln habe ich nun halbwegs verstanden und das mitgebrachte Picknick war super lecker: Sandwiches, Vegimite Scrolls, Nüsse, Kekse, Weintrauben, Meat Pie und dazu Bier. Ob das zur Sportlernahrung gehört? Nö!

Und nun? Ich bin ja auf Weltreise und die westliche Welt ist mir bereits bestens bekannt, also muss etwas Action und Spektakel her, etwas, das ich noch nicht kenne.

Nichts einfacher als das. Wir machen Ausflüge!

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