Sihanoukville: das Seebad der Lustgreise

Kambodscha verfügt über eine sehr schöne Küste mit tollen Stränden. Jetzt, da das Wetter so prima ist, hatte ich wieder Lust auf Beach-Life. Von Battambang und einem kurzen Stopover in Phnom Penh ging es mit dem Bus nach Sihanoukville.

Ein grosses Abenteuer ist nach wie vor nichts zu buchen, sondern vor Ort eine Unterkunft zu suchen. Ich mag das nicht so richtig, weil es nervend ist. Bekommt man etwas Schönes für wenig Geld? Oder ist alles ausgebucht? Wie lange muss ich dann jetzt hier rumgurken? Bescheisst einen wieder der Tuk Tuk Fahrer?

So landeten wir im GBT 1, das erste Guesthouse am Platze unter kambodschanischer Leitung, direkt in Strandnähe an einer Strasse. Uncharmanter Empfang, 150 Betten, schmuddelige Ecken aber ein sauberes, grosses, ruhig gelegenes Zimmer zu einem fairen Preis. Eigentlich wollten wir zum nicht so überlaufenden Otres Beach, aber ein bisschen Szene reizte mich auch mal wieder.

Denn am Beach gab es zahlreiche Restaurants, Bars und Shops sowie zahlreiche Händler für Obst, Sonnenbrillen, Massage und Maniküre. Ein Mädchen wollte mir Armbänder verkaufen. Als ich verneinte, da ich schon so viele Armbänder habe, meinte sie zu mir in einem breiten Englisch: “Yeees, same same but bedder.” Ah, wohl einige Amis hier im Städtle, was?

So war es. Das vorwiegend aus älteren Herren bestehende Publikum, teilweise mit Bierbauch, teilweise recht solide, kam aus Übersee. Wir vermuteten darunter auch ehemalige Veteranen aus dem Vietnäm-Krieg. Dies wurde bestätigt. Und all diese Herren waren auf der Suche nach etwas Exotischem, Anschmiegsamem. Fast jeder Zweite präsentierte sich mit einer Kambodschanerin im Arm an. Es gab eine Bar am Strand, in der sich abends die Szene traf und blutjunge Mädchen mit fratzenartig geschminkten Gesichtern auf die Lustgreise warteten. Keine Ahnung, ob es Prostituierte waren oder Frauen auf der Suche nach dem reichen Ausländer. Es schockierte mich. Auch junge Typen waren dabei, die sich hier ein Mädel aufreissen. Das zweite Pattaya. Abstossend, traurig, aber eine Realität des Landes. Wie auch die Tatsache, dass viele Pädophile ins Land kommen. An jedem Guesthouse ist ein Hinweis angeschlagen, dass Besuch unter 18 verboten ist und Pädophilie unter Strafe steht. Mein Blick schärfte sich und am Strand fiel mir schon das ein oder andere ungleiche “Paar” auf, wo ich mich fragte, ob sie bereits volljährig ist.

PS: in Sin City war eine Ratte im Zimmer und hat an der Medikamententasche geknabbert. Die Security fand aber keine, vielleicht floh sie durch den Abfluss. Ich konnte weiterschlafen, träumte allerdings von einem Einbruch in den Bungalow.

Gut, dass es tags darauf ab auf die Insel ging: Koh Thmei.

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