Palawan mit Postkartenflair

Alle Backpacker sagten mir, dass die Insel Palawan ganz im Westen der Philippinen die Schönste sei. Das kann ich nun bestätigen. Die Natur ist traumhaft, ja, auch die anderen Inseln waren sehr schön, aber durch die vielen vorgelagerten kleinen Miniinseln mit den schroffen Karstfelsen und den unfassbar weissen Stränden wirkte Palawan einfach wie das Paradies. Noch nie habe ich so weichen Sand gefühlt, soft wie Kartoffelbrei. Ich musste die ganze Zeit meine Füsse darin eingraben.

Nach einem Zwischenstopp in Puerto Princesa (ich landete dort am Airport) fuhr ich quälend lange fünf Stunden im Minivan bis in den Norden und stieg in dem Ort El Nido aus. Mein gebuchtes Hostel war leider voll. Bad Wifi, daher konnte die Dame die Buchungen vom heutigen Morgen nicht aktualisieren. Man zeigte mir ein Nebenzimmer. Ein umgebautes Office mit Kloreiniger Duft. Nee, auch nich für geschenkt!

Anderes Hostel gesucht! Gefunden! Ich fühlte mich gleich wohl im OMP, obwohl es ziemlich beengt war. Das Frühstück war inklusive und super! Alle waren so freundlich. Und selbst die Tricycle Fahrer!!!!!! Palawan war irgendwie anders. Auch das Essen.

Ich blieb vier Tage und unternahm zwei Bootstouren zu verschiedenen Buchten wie Secret Beach, Hidden Beach, Blue Lagoon, Small Lagoon, Miniloc usw. Träumchen! Schnorcheln? Träumchen! Mittagessen am Beach? Träumchen! Dazwischen gab es Tanzabende am Strand mit vielen netten Leuten und einen Ausflug mit Philipp (Schweiz) zu einem super schönen Strand.

Vom Traum zum Albtraum!

Denn dort frassen mich die Sandfliegen auf. Ich merkte es zunächst nicht, dann spürte ich die Bisse und forderte Philipp auf, dass wir sofort bitte abhauen. Am nächsten Tag kam das böse Erwachen. Mein komplettes linkes Bein und der Rücken waren übersät mit Pusteln. In der Nacht tat ich kein Auge zu, weil es so juckte und ich immerzu mit Tigerbalm nachschmierte. Juckte eine Stelle nicht mehr, fing die andere an. Ich hütete mich aber davor zu kratzen. Ich hätte heulen können. Bis fünf Uhr morgens lag ich wach, dann schlief ich vor Erschöpfung für ganze vier Stunden ein. Das Schlimme: diese Pusteln heilen nur sehr langsam ab. Welch schönes Andenken.

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