Nora im Ashram: zurück auf der Erde

Die fünf Tage gingen schnell um. Der Abschied von den Menschen war liebevoll. Einige habe ich sehr gemocht, ihre Schicksale berührten mich und ich glaube ihnen. Ihre Reaktionen auf Ratus und das Shaken erschienen mir nicht gespielt. Glaube kann Berge versetzen, so heisst es. Gerade in schwierigen Lebenssituationen sucht man Hilfe von Aussen, ob vom Universum, vom Guru, dem lieben Gott oder den Heinzelmännchen. Und es ist gut so.

Manchmal fragte ich mich aber, ob der Ashram die Menschen süchtig macht. Süchtig nach dem Gefühl der Happiness, des Explodierens. Einige, die im Taman crazy abgingen, sahen beim Abendessen schon nicht mehr so happy aus. Frau A. aus Holland fragte ich, ob sie denn auch im Alltag lacht und glücklich ist. Man könne das ja nicht so vergleichen, in der Shaking Gruppe wäre das immer so einzigartig. Hm.
Und was ist mit denen, die seit Monaten im Ashram leben. Das wirkliche Leben findet da jedenfalls nicht statt.

Sie fragten mich, ob ich wiederkommen werde in den Ashram. Vorerst nicht, aber wer weiss. Try things for the second time, vielleicht.

Meinen heiligen Tabak habe ich Herrn T. geschenkt und die Spritze weggeschmissen.

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