Insel Aka: endlich Sonnenbrand!

Urlaub vom Urlaub — was so dekadent klingt war aber auch fällig. Eine Woche lang japanisches Südseefeeling auf einer 3,8 Quadratkilometer kleinen Insel im Ostchinesischen Meer. Mit Jet Star flogen wir zunächst auf die Hauptinsel Okinawa und trafen im Flieger doch tatsächlich unseren Air BnB Host von Osaka wieder, der uns abends mit zu einem kleinen Sit-in nahm. Und zwar in DER Bar der Stadt, the place to be. Auch die It boys der japanischen Gay Szene (!!!) tauchten hier auf. Inseln haben nach wie vor doch immer irgendwie etwas “Freies”. Großer Spaß! Leider mussten wir am nächsten Tag früh raus, sonst wäre die Nacht sicher noch ganz ganz lang geworden.

Kanpai Nummer zwei, zum Glück hab ich keinen Sake getrunken!
Kanpai Nummer zwei, zum Glück hab ich keinen Sake getrunken!

Das Schnellboot brauchte nur eine Stunde bis zum Inselchen. Leider regnete es in Strömen und zwar einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang. Die Zimmer waren sehr klein und es gab keinen Aufenthaltsraum, weil alles auf “Sonne” ausgerichtet war. Abends aß ich brav alles auf und futterte sogar noch den Tofu der anderen Gäste, damit auch ja die Sonne scheint. Tat sie dann auch und vor lauter Hunger nach UVA und UVB holten wir uns einen richtig fiesen Sonnenbrand an Füßen, Bauch, Hals, Arme, Achseln und Stirn. Tat auch richtig weh!

Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das Inselchen dann als Betonwüste mit Schrottplatzfunktion. Doch dazu muss ich sagen, dass die Japaner sehr vielen Naturkatastrophen ausgesetzt sind, wie die schweren Erdbeben in Kuyshu im Süden Japans unlängst zeigten. Daher wird auf Aka alles in Zement gegossen, um den Taifunen im Sommer zu strotzen. Das können hübsche kleine Holzhäuschen wie in Thailand leider nunmal nicht. Hinzu kommt das Salzwasser in der Luft, was Autos nach sechs Jahren schrottreif zerfrisst und alles andere fein säuberlich zersetzt. Häßlich sieht es leider trotzdem aus. Außerdem war irgendwie alles geschlossen und es gab auch kein Strandcafé oder so, da April noch zur Vorsaison zählt.

Rostlaube.
Rostlaube.
Der idyllische Hafen.
Der idyllische Hafen.

Abends konnte man schlafen. Oder sich mit den anderen Gästen unterhalten und Bier trinken, was nach ein paar Tagen dann auch langweilig wurde. Kurzum: Nori brauchte Äktnsch. Schnorcheln! Nach Fiji ist so ziemlich jedes andere Riff nur noch C-Ware. Wandern! Wir hatten nahezu jeden Viewpoint bereits abgelaufen. Ausflug! Oja! Mit dem Boot rüber nach Zamami, es gab ein geöffnetes (!) Café und alles sah etwas netter aus. Am Strand bin ich dann doch wieder eingeschlafen. War wohl schon genug Action.

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