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Heute: gebackene Nora auf Bocas del Toro, dazu Hirnpüree in einem Sandfliegenjus

Aktivitäten sind nicht möglich, das karibische Meer dampft und schenkt dem Himmel Feuchtigkeit für das nächste Gewitter. Apathisch hing ich im Schatten einer Palme, bis dass ich mich komplett auf die schattige Terrasse unseres Hostels “Bambuda Lodge” verzog. Es war nicht auszuhalten. Der Pool pisswarm. Die Erfrischung unter der Dusche hielt für maximal 10 Minuten. Im Schatten unter dem Ventilator kamen hungrige Sandfliegen angeflogen, um sich am europäischen Frischfleisch zu laben. Tobi wurde schon in der ersten Nacht von heimtückigen, stechenden Insekten malträtiert. Über 30 juckende Flatschen, darf’s ein bisschen mehr sein? Wir besorgten Antihistamin gegen Juckreiz.

Fünf Nächte hatten wir uns hier eingebucht, um den gemeinsamen Urlaub gechillt in der Karibik ausklingen zu lassen. Entspannung für mich jedoch zunächst unmöglich nach der grauenhaften Sandfliegen-Erfahrung auf den Philippinen, wo mein Körper von Bissen übersät wurde. Ich entwickelte einen geschulten Blick für die Biester mit 100-prozentiger Zermatschquote. Tipp: zwei Mal draufschlagen, sonst fliegen sie weiter (die Minuspunkte auf meinem Karmakonto arbeite ich irgendwie wieder auf).

Oooh, Karibik! Paradiesische Strände mit türkis-blauem Wasser, seichten Wellen und lachenden Locals.

Nix da! Im Hostel nur australische/amerikanische/englische Natives, die, nachdem sie meinen deutschen Akzent vernahmen, das Weite suchten. Das Personal höflich-reserviert, ein Lächeln kostete extra. Auf Bocas del Toro haben die wenigsten Inseln Strände, auf den meisten führt ein Steg ins Wasser. Mangroven wachsen am Ufer und das Meer sieht aus wie ein See. Das habe ich natürlich alles vorher gewusst.

Also mal nicht so negativ. Ich genoss die wunderbare Aussicht. Das eco-friendly Hostel war ebenfalls super schön. Drumherum Dschungel, die exotischen Geräusche der Tiere, super Essen (katschiiiing, der Dollar rollt), ein gemütliches Zimmer und gechillte Athmosphäre von morgens bis abends. Wenn nur die Viecher nicht wären.

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