Ecstatic Dance – der Spirirave auf Bali

Sonntag, 11 Uhr: ab zum Körperausdruckstanz nach Ubud, trendy “Ecstatic Dance” genannt. Es handelte sich dabei nicht um eine After Hour. Denn Ubud ist, unter anderem, das balinesische Mekka für “Glückstouristen”. Hier gibt es keine After Hour. Und erst recht keinen Rave.

Das Amphittheater des Yoga Barn.
Das Amphittheater des Yoga Barn.

Nach Ubud kommen Yogafans, solche, die es werden wollen, spirituell Interessierte, Heilsuchende, Neugierige, Gefestigte und Verlorene. Denn Ubud ist ein magischer Ort, sein Name heisst übersetzt “Medizin”/”Heilung”.

Und hier wird nicht EINFACH SO getanzt. Es wird sich zu Musik beweeeegt. Stress abgebaut, Blockaden gelöst, Energy freigesetzt.
Vorurteilsfrei. Ohne Alkohol, Drogen, Anmache, gespielte Coolness oder Dresscode. Schon mal gut!

Wir erreichten den angesagtesten Yogaplace in town – das Yoga Barn. Eine schöne Anlage abseits der lauten, stinkenden Hauptstrasse. Viel Holz und Grün. Fragten uns durch, luden unsere Backpacks ab, meldeten uns fix an, denn der Dance ist sehr beliebt. Dann schauten wir.

Alle haben sich lieb.

Die Menschen drückten sich zur Begrüssung mindestens 5 bis 10 Sekunden lang, *streichel-über-den-Rücken* Wahlweise wurde Hand an Hand gehalten, um Verbindung herzustellen und Energy fliessen zu lassen. Yeah!

LOVE!
LOVE!
More LOVE!
More LOVE!

Irgendwie gab es doch einen Dresscode. Ich machte einige Must-haves aus, darunter Halsketten im Mala Style, viel Feder, Fransel und Gehänge, Kategorie Ibiza Hippie Style mit undone hair oder Dreadlocks. Dann die Yuppie-Yogine mit Space Leggings und Bustier. Zöpfchen bei den Typen, Schlabberhose, Halskette, Armspangen, Körper Malereien, Buddha/Shiva/Ganesha Shirt oder Tattoo. Ich: addidas Short, T-Shirt, meine gefälschten Birkenstocks.

Nach so viel spannendem Geglotze hatte ich ganz viel energy rauszulassen und meine “underdressed” Blockade zu lösen. Seit der letzten Beachparty vor einer Woche hatte ich ausserdem auch nicht mehr getanzt!

Die Musik fing langsam an, man wog sich so rum, drehte sich. Der Teacher raunte an, jetzt durch den Raum zu gehen und Blickkontakt aufzunehmen. Alle lächelten. Und Stop! Den Nachbarn umarmen. Aaaah! Ich hatte keinen und stand alleine da.
Weiter ging es, dann noch ein Stop. Jetzt hatte ich einen Umarmungsnachbarn, wir mussten uns über den Rücken streicheln. Lächeln! Ich Dich auch! Daher kommt das also!

Dänce, dänce, dääääänce!
Dänce, dänce, dääääänce!

Die Playlist bestand aus sphärischen Tonwellen, Shanti-Rhythmen, afrikanischen Bongo-Vibes, Bauchtanz Klängen, Mantren im Popstyle und dem Song “hooked on a feeling”. Und einem Cello, wunderschön! Sandra und ich hotteten ab. Ich gab einmal den Körperklaus und bewegte mich anti-rhythmisch. Grosser Spass! Am Ende wurde es wieder ruhiger, runterkommen, hinlegen. Einige nahmen den Lotussitz ein oder machten einen laisser-faire Kopfstand, andere standen weiter, eine Frau sang spontan mit.

Putz-Yoga nach Tanzekstase.
Putz-Yoga nach Tanzekstase.

Nach 1,5 Stunden waren wir nass geschwitzt. Am Freitag gehen wir wieder hin!

Ektasi durch Tanzi!
Ektasi durch Tanzi!

One thought on “Ecstatic Dance – der Spirirave auf Bali”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.