Category Archives: Japan

In New York, Rio, Tokyo

Traumlos war die Nacht, weil ich wohl geschlafen habe wie ein Stein. Zum Frühstück (bzw. Mittagessen) stieg ich ganz local ein: Ramen mit Schweinefleisch und Ei. Lecker! Die erste Nudelsuppe, die ich je als Einstiegsnahrung für den Tag je wirklich runter bekam…

Und dann: Ich kann nichts lesen. Ich verstehe nur Bahnhof. Und stehe am Bahnhof. Am Ticketautomaten half zum Glück ein freundlicher Japaner, der mal in Amsterdam gelebt hatte. Tipp Tipp, OK, verstanden, wie man Tickets löst.

An Ramen ich mich laben.
An Ramen ich mich laben.

Mit dem Zug ging es ausserhalb der Rush-hour nach Shinjuku. Erster Eindruck: unangestrengter, als ich dachte. Es gibt nicht viel Verkehr (fahren ja alle Zug), die Menschen rempeln sich nicht an, es ist angenehm leise. Für den ersten Kaffee ging es zum Starbucks, der köstliche Soja-Latte im Programm hatte. Man traf Mütter mit niiiiedlichen Kindern bei Kaffee und Kuchen und Geschäftsleute in der Mittagspause. Auf der Suche nach einer SIM Karte für die unerlässliche Google-Map, man ist sonst wirklich verloren, gingen zwei Stunden drauf. Danach folgte der erste kostenlose (!) Sightseeing Programmpunkt: auf den Metropolitan Goverment Tower und die Aussicht auf Tokyo bestaunen! Welch riesige Stadt! Und wie wenig Verkehr! Das gefällt! Warum, fragte ich mich, tragen dann trotzdem alle Mundschutz? Die Japaner haben beinahe panische Angst vor Erkältungen, und den Damen kommt es ganz recht, falls sie Herpes haben oder morgens keine Zeit hatten, sich zu schminken…ob ich das mal in Köln probiere? Denke Nein.

Ein Abstecher zu Five G in Shibuya (Synthesizer der ersten Stunde), Shopping bei Monki (Jeans, die in D ausverkauft sind) und die köstlichste Miso Ramen mit Knoblauch, die ich je gegessen habe. Der Besuch bei der Hatchiko-Statue machte mich ganz glücklich und rundete den Tag ab.

Nora hat die Wanderlust

Ich weiss garnicht, wo ich anfangen soll. Die Gefühle fahren Achterbahn… seit meiner Rückkehr im August 2015 hat sich das Leben wieder “eingespielt”, also “normalisiert”. Kann man das so sagen? Eigentlich kam mir das Reisen auch normal vor, also zu der Zeit. Aber das ist ein Thema für ein anders Kapitel (mit dem Titel “inbetween” vielleicht?)

Nora the Explorer ist wieder on the flyway! Es geht nach Japan, einen ganzen Monat lang! Diesmal nicht alleine, sondern mit meinem Freund. Und mit Koffer statt Backpack. Shame on me, aber es musste zuviel Zeug mit wegen Temperaturen unter 20 Grad.

Koffer gepackt, ein Traum auf vier Rollen.
Koffer gepackt, ein Traum auf vier Rollen.

Nie hätte ich vor drei Jahren gedacht, dass ich, in einem Arbeitsverhältnis stehend, so lange reisen kann. Dafür bin ich so dankbar (dem Universum und meiner Entscheidung).

Am 22.3. ging es los, mit dem Flieger über Dubai nach Tokyo. Heftig! Also von Tür zu Tür waren es etwa 20 Stunden. Der Flieger hatte Verspätung, sodass der Transit in Dubai eine Punktlandung am Gate für den Anschlussflug war. Der Check-in war schon in vollem Gange…Die Vorstellung, nochmal 9 Stunden in der Economy zu sitzen, erfreute mich weniger. Wieso bekomme ich NIE ein Upgrade? Aber Kompressionsstrümpfe und Bordentertainment (Everest/Drama, The Intern/Hollywood-Gute-Laune, Freedom/Reportage) liessen es aushalten. Essen war OK bis lecker, die kleine Japanerin war auch angenehm (klein, schmal, schnarchte nicht und wollte auch keinen Smalltalk halten).

Ist ansteckend, die Wanderlust. Mode dafür gibt es wohl auch...(Schwachsinn).
Ist ansteckend, die Wanderlust. Mode dafür gibt es wohl auch…(Schwachsinn).

Völlig “drübber” angekommen empfing mich eine Emirates Dame mit nem Zettel, dass mein Koffer leider nicht mitgekommen sei. Wie war das? More things for the first time. Ist mir in 40 Jahren noch NIE passiert. Da wäre doch mal ein Upgrade fällig. Nun, Papierkram erledigen und mich in der Boxershort meines Freundes vorstellen…Na was war denn das? MEIN Koffer stand auf einmal da. Tobis Koffer war weg. OK, Tobi im Slip? Haha!

Und weil es nun so spät war und wir keinen Bock mehr auf Zug und Umsteigen hatten, nahmen wir das Taxi zum Apartment in Sedagaya (Air BNB). 96 Ocken. Heftig! Dann: der Schlüssel lag nicht in der Box am Eingang. Ich sah mich schon weitere 300 Euro für Taxi und Hotel latzen, aber zum Glück betätigte Tobi die Türklinke. Es war offen und der Schlüssel lag drinnen. Kommt man auch nicht so einfach drauf… In Tokyo ist ja bekanntlich Wohnraum knapp und so empfing uns ein 18qm Apartment mit Waschklo, was den Charme eines Campers hatte. Egal, Zähneputzen, Bett! Frieden!

Check check check-in
Check check check-in