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Das war … Australien light!

Die restlichen Tage in Sydney verbrachten wir mit kleinen Ausflügen, Fahrrad fahren (!!), beachen, Kino. Fahrrad fahren ist in Sydney mega anstrengend, da die Stadt sehr sehr hügelig ist und man manchmal absteigen muss, um weiter zu kommen.

Dann hiess es Abschied nehmen. Das ist wohl für niemanden leicht.

Im Flieger nach Christchurch schaute ich “The theory of everything” über Stephen Hawkins und musste mich beherrschen, nicht in Tränen auszubrechen. Der Film ist nämlich ein Heulbooster.

Das also war Australien light. Um das ganze Land bereisen zu können, müsste man wohl noch als ein halbes Jahr dranhängen und die Möglichkeit haben, arbeiten zu gehen. Offiziell ist das für mich verboten. Work and Holiday Visa werden nur bis zu einem Alter von 30 Jahren ausgestellt.

Entgegen meinen Plänen entschied ich mich nun, für fünf Wochen nach Neuseeland zu fliegen und Costa Rica von der Liste zu streichen. Wenn ich doch schon mal so weit weg bin. Wenn ich doch schon mal fast da bin. Wenn ich doch da immer schon mal hin wollte.

Sightseeing!
Sightseeing!
Spielplatz!
Spielplatz!
Gaby und Paul, schniiiief, bis bald!
Gaby und Paul, schniiiief, bis bald!

The Grampions zweiter und letzter Teil

Tag 5: Heute volles Programm, Campingplatz “Jimmys Creek” besichtigen, “The Pinnacle” laufen, einen der populärsten Wanderwege im Nationalpark. Ein gelungener Tag voller Naturschönheiten. Die Campingschönheit lässt sich leider nicht blicken, gibt es doch nur eine Buschdusche. Ein Eimer mit einer Brause, in den man oben Wasser einfüllt. 1,5 Liter reichen für 25 Sekunden und nicht für’s Haare waschen. That is not a Sensory Sky. Am Abend gibt es ein schönes Lagerfeuer, der nette australische Daddy schenkt uns Feuerholz. Der Traveller Julian aus dem Erzgebirge will Nudeln auf dem Feuer kochen. Nach zwei Stunden kocht immer noch nix, wir gehen schlafen. Er muss alleine essen.

Abendessen: hab ich vergessen, irgendwas aus der Dose vielleicht?

Tag 6: Dusche fällt quasi aus, die Katze wäscht sich in Schallgeschwindigkeit. Alle weiteren Aussichtspunkte werden angefahren, Fotos gemacht, “Kimberly Falls” sind wunderschön. Der nächste Campingplatz wartet. “The Plantation” ist genau gleich ausgestattet aber umsonst, weil er nicht mehr im Nationalpark liegt. Den Nachmittag verbringen wir auf dem Campingplatz, hier sind auch nicht so viele Wespen. Beim Lagerfeuer spielen wir UNO, zum ersten Mal seit Vietnam.
Ich gewinne.

Abendessen: gab’s auch.

Tag 7: Heimfahrt. Lange. Lange. Lange.
Auto zurückbringen. Wir stinken. Das muss gewaschen werden. Schnell zu Judy. Ein schönes Abschiedsessen in phantasievoller Stimmung. Es gibt Steak mit Kartoffelpüree. Wir hauen rein und schlafen seelig im richtigen Bett.

Tag 8: Rückflug nach Sydney, ich bin richtig traurig, da ich Judy in mein Herz geschlossen habe.

The Grampions ft. Campions

Tag 4: Great Ocean Road done, weiter in die Grampions, eine Berglandschaft mit wunderbaren Wanderwegen und Views. Wir campen im Süden des Nationalparks, in Dunkeld, vorher einkaufen, einrichten. Erster “Berg”: Mount Sturgeon. Erst flach, dann steiler, heftige Atmung trotz Verzicht auf Nikotin. Auf dem Rückweg versteckt sich ein Stachelschwein, lustig, es vergräbt nur das Gesichtchen im Blattwerk, huhu, wir sehen dich!

Mittagsschlaf. Ein Kookaburra fliegt auf den Baum, stürzt sich in den kleinen versumpften Bach und erbeutet einen riesigen Krebs. Nora Sielmann staunt! Die Stimmen der putzigen Vögel hören sich übrigens an wie ein lachender Affe.

Abendessen an der BBQ Station: gebratene Beef-Würstchen, Baked Beans, Toast, Salat.

Mit “el cheapo” auf der Piste

Tag 3: Die Nacht war ausgesprochen gut, Tobi liegt diagonal, die Beine sind zu lang. Die skandinavischen Nachbarn erwachen früh, basteln ihr kleines Auto zurecht und essen was noch kleineres. Wir zaubern ein feistes Frühstück, ich brate Toast in der Pfanne und fühle mich sehr “survival”. Duschen fix und Spüli fox, alles eingeräumt und ab zum “Tower Hill Reserve”. Kleine Wanderung im Vulkankrater und auf dem Hügel, grosse Aussicht. Und: KOALA! EMU! WALLABEE!

“Cape Bridgewater” ist das Ziel, mit Seelöwen wird geworben, wir sehen keine, aber einen traumhaften Strand, ein beeindruckendes Cap und Felsen, die wie ein Wald aussehen. Mit “Felsen, die aussehen wie” macht man hier ganz grossen Tourismus. Die Fahrt führt durch Wälder und Hügel, es sieht aus wie im Sauerland und Bergisches Land. Verrückt. Und schön!

We.
We.

Me.
Me.

Und schon wieder fast Abend, wo schlafen, Google Maps gefragt und Campingplatz in der Pampa gefunden. Strasse wird off-road, “el cheapo” schluckt, das Armaturenbrett rattert gefährlich, die Kühe gucken doof. Es eröffnet sich eine unbeschreibliche Aussicht: Grüne Hügel, weisse Dünen, blauer Ozean. Die Strasse führt immer weiter, der Wagen schlingert, aber Survival Nori lenkt souverän. Am “Swan Lake” angekommen befiehlt uns ein Schild, den Platz zu buchen. Wir haben kein Netz, können nicht buchen und bleiben trotzdem, hinter’m Busch. Känguruhs überall in der Dämmerung.

Wir denken wir sind allein, aber dann kommt ein Wohnmobil und stellt sich in die Sunset View. Alles frei, Trillionen Hektar Wiese, Nein, diese Menschen müssen sich genau in meine Sicht stellen. Ruhig Blut, ein Weinchen und die Sterne sind mal wieder …. Unbeschreiblich. Es ist eine Kuppel, die Sterne noch besser zu sehen, ich drehe mich im Kreis, morgen frage ich Wikipedia nach der Entstehung der Erde, der Sonne, dem Universum.

Abendessen: Minestrone aus der Dose mit Tomatensalat.

The Campions on the Road

Na eeeendlich! Es geht losssss!

Tag 1: Auto abholen, Abfahrt um 16 Uhr, Stop in Torquay, Beaches gucken, Surfshops geschlossen, über Lorne nach Apollo Bay auf zauberhaften Küstenstrassen mit dramatischen Aussichten auf die Küste. Übernachtung im Hostel (dachte erst, ich könnte Judys Auto haben, daher vorab schon gebucht). In der Nacht träume ich, dass ein Bär meine Maus klaut und heule im Schlaf. Oweia! Abendessen: Nudeln mit Tomatensosse.

Tag 2: Apollo Bay anschauen, grosser Strand, schlechtes Wetter, Tobi kauft einen Hoodie. Weiter nach Cape Otway durch den Great Otway Nationalpark. Asiaten stehen am Weg und glotzen hoch in die Bäume. Koalas! Wir stoppen nicht.
Leuchtturm kostet Eintritt, wir gehen aussen herum und sehen ihn kostenfrei aus der Ferne an! Auch schön, ätsch!
Heute noch viel vor, also wieder on the road. Die 12 Apostel stehen auf dem Programm, die schönsten Mono Felsen der Welt. Vier sind schon abgebrochen. Eigentlich waren es wohl auch immer nur neun. Egal, das macht alles nichts. Es ist atemberaubend. Dann noch die London Bridge ansehen, ein Fels in Form einer Brücke. Hier standen 1990 Touristen drauf, als die Verbindung zum Festland einstürzte. Schreck! Die Leute wurde per Helikopter gerettet. Dann gibt es noch Thunder Cave et cetera, alles schön, dann reicht’s. Es ist schon halb fünf, wir wollen zum Campingplatz. Welche Aufregung, die erste Nacht im Auto.

Killarney Beach, da campt Judy auch immer, wenn sie auf dem Port Fairy Folk Festival ist. Der irische Platzwart kennt sie, wir grüssen schön (von der “Rainbow Lady”). Der Platz ist OK, die Duschen sind runtergerockt, man hört das Meer, die Aussicht geht auf einen Sportplatz, wo Cricket gespielt wird. Der Strand ist nicht schön, der Sonnenuntergang aber sehr. Und noch mehr: der Sternenhimmel. Ich bin total angetan und kann es nicht fassen. Milchstrasse, alles da! Das Bett wird gebaut, es ist bequem soweit. Die Maus ist auch noch da, also wird gut geschlafen. Die skandinavischen Nachbarn schlafen direkt im Auto, es sieht sehr eng aus. Ich freue mich, dass wir “el cheapo” haben. Abendessen: vegetarische Suppe aus der Dose.

We are (fast) the Campions!

Es fing schon super an. Um elf Uhr sollte “el cheapo” parat stehen. Das ist das billigste Modell der Firma “Jucy Rentals”, ein Toyota Estima, umfunktioniert als Auto mit Schlaf- und Kochgelegenheit auf engstem Raum.

Zahlreiche andere Kunden warteten vor uns, nach eineinhalb Stunden konnte ich aber dann den Motor anwerfen. Automatik mit Hebel am Lenkrad! Linksverkehr! Blinker rechts. Schaff ich! Tobi wurde aus Kostengründen, und weil er seinen Führerschein nicht dabei hatte, nicht als Fahrer eingetragen. Schaff ich!

Erstmal zum Aldi, den es glücklicherweise auch in Australien gibt. Für sechs Tage Wildnis muss man schon einiges einkaufen, damit man auch ja nicht verhungert. Von Judy, der Weltmeisterin im Campen, bekamen wir noch äusserst praktische Utensilien, die wir nach dem Einkauf schnell einladen wollten um dann endlich auf den Highway zu preschen.

Ich ritt seit morgens sieben Uhr (also seit nunmehr sechs Stunden) auf einem Porridge mit Früchten herum, da wurde mir leider etwas komisch am Steuer. Schnell eine Banane essen, dann aber los!

Das Auto sprang nicht mehr an.

Servicenummer angerufen, auf Servicewagen gewartet, Starthilfe erhalten mit dem Hinweis, mit dieser Batterie keine 100km mehr fahren zu können. Zurück zum Carpark gefahren, Batterie wurde ausgetauscht, dann das ganze Zeug bei Judy eingeladen – um vier Uhr Abfahrt. Wir hinkten dem Zeitplan hinterher. Deutlich! Das bedeutete, die erste Etappe im Schnelldurchlauf anzugehen. Zum Glück wurde es erst gegen acht Uhr dunkel, sodass wir doch noch etwas vom Tag hatten.

Rainbow Dance und Chicken Rock in Melbourne

In Malaysia lernte ich vor rund fünf Monaten Judy kennen, eine liebenswerte Lady aus Melbourne, mit der ich mich sehr gut verstand und die mir anbot, sie zu besuchen. Das Angebot nahmen Tobi und ich sehr gerne an und ich freute mich auf eine neue Stadt und darauf, wie Judy so lebt. Denn neben dem Haus im Stadtteil Glen Iris besitzt sie auch eine kleine Farm in den Maverricks, eine Stunde Autofahrt von der Stadt entfernt.

Doch erst zu Melbourne im Staat Victoria. Hier ist es sehr urban, Fabrikbauten, hippe Leute, viele Cafés, alle rauchen und sind geschäftig. Wir bummelten durch die City, erledigten diverses (Socken kaufen, denn hier ist es wieder kühler) und genossen endlich mal wieder die so heiss geliebte PHO Suppe! Allerdings für 7,30 EUR statt 1,10 EUR.

Judy musste leider zu einem Rotary Kongress nach Tasmanien, sodass wir mit ihrem bis oben hin mit Möbeln, Erinnerungen und KlimBim gefüllten Haus inklusive Katzen alleine waren. Ich hatte ja nur Wellensittiche, damals, als Teeanger, und war ein wenig überfordert, wie man Katzen richtig füttert und behandelt. Will sie gestreichelt werden oder hat sie schon wieder Hunger, die nervt mich, immer miaut sie rum, was will sie nur von mir?

Erstmal wegfahren – auf die Farm. Dort erwarteten uns statt Katzen drei Schafe, vier Hühner und der unhöfliche Rooster sowie zahlreiche Enten. Der Spaziergang durch den Sumpf scheiterte daran, dass mein Freund keine Gummistiefel in seiner Grösse fand auf dem Hof und man ja bekanntlich im Sumpf einsinkt. Mit Turnschuhen wurde das nix, denn das Wasser sapscht ziemlich schnell hoch. Meine Erinnerungen aus den Horrorfilmen, in denen die Opfer schonungslos im Moor versanken, kamen hoch….

Zur Beruhigung schnell einen Kaffee und ein Stück “Mudcake” auf der Holzschaukel, die beim dritten Schlucke leider zusammenkrachte. Meine Nerven… Alles etwas in die Jahre gekommen hier, diente die Farm vor zwanzig Jahren doch als Wochenendhäuschen für Judys Familie. Heute fährt sie regelmässig alleine ins Haus uns geniesst die Natur. Zahlreiche Fotos und Erinnerungsstücke liessen die siebziger und achziger Jahre wieder lebendig werden. So auch der VHS Recorder, auf dem wir uns “Fatal Instinct” anschauten. Kann ich sehr empfehlen. Den Film. VHS Cassetten dagegen sind wirklich zu umständlich.

Nach einer Übernachtung ging es auch schon zurück nach Melbourne. Dort schauten wir uns die Band HTRK im Stadtteil Richmond an, ich fühlte mich wie in Berlin. Das Konzert fand auf dem Kulturgelände einer Kirchengemeinde statt, wo auch weitere Veranstaltungen abgehalten wurden. Zum Beispiel “Blogging for Beginners”. Ah!

Auf dem Heimweg ergab sich spontan eine Tanzeinlage im Club “Dr. Morse” nahe der Bahnstation. Eigentlich wollten wir in die einfahrende Bahn steigen, entschieden und aber für die Musik. Um elf Uhr und zwei Songs später war aber leider die Musik aus und das Licht an. Also heim!

Und nun wurde es ernst: CAMPEN! NOW!

Ausgeflogen: Spektakuläre Blue Mountains und Känguruhs in Batemans Bay

Der rote Kontinent beeindruckt primär durch seine wunderschöne Natur. An einem Samstag unternahmen wir einen sehr schönen Ausflug in die Blue Mountains, zwei Stunden Autofahrt von Sydney entfernt und stapften drei Stunden über angsteinflössende Steilhänge, an Wasserfällen vorbei und durch Wald und Buschland. Auch ein süsses Wallabee liess sich blicken.

Mein Freund sprang todesmutig in einen Waterfall Pool, meine Freundin und ich applaudierten und drückten den Auslöser. Am Ende gab es Cola, Eis und Kaffee. Der Speichel erzeugende Kuchen war leider zu teuer.

Für ein atemberaubendes Foto der Felsformationen “Three Sisters” hielten wir noch schnell an, bevor der Reisebus mit hunderten von Asiaten das Motiv beeinträchtigen sollte.

Nach weiteren Tagen in Coogee und dem Erwerb landestypischer Lammfellstiefel ging es mit der ganzen Familie in ein wunderschön gelegenes Häuschen in Batemans Bay. Der Küstenstreifen liegt etwa vier Autostunden südlich von Sydney und bietet Wald und Meer. Nach Ankunft begrüsste uns sogleich ein riesengrosses Känguruh, das erste, das ich hier in Australien sah. Ich war wirklich ergriffen und konnte meinen Blick nicht abwenden. Bei einem Abendspaziergang sahen wir sogar noch eine ganze Känguruh Familie, friedlich grasend in der Nachbarschaft. Wir unternahmen schöne Spaziergänge, badeten im Meer (in Australien ist Herbst wohlgemerkt) und verhungerten nicht, da wir jede Menge Futter und Flüssigkeiten eingekauft hatten. Ein weiteres Highlight war noch der sensationelle Minigolf Platz. Im Match belegte ich leider nur den kläglichen letzten Platz, was mir aber nichts ausmachte, denn danach durfte ich das grössere Stück vom geteilten Magnum Eis mit Mandeln haben! Trostfutter kommt immer gut!

Zurück in Coogee bereiteten wir uns auf Melbourne vor und die Familie auf den Umzug in ein neues Häuschen. In vier Wänden werde ich vorerst nicht mehr schlafen, denn es wird g.e.c.a.m.p.t.

Wir planten einen Roadtrip auf der Great Ocean Road, einer wunderschönen Panoramastrasse entlang der Küste, und weiter bis nach Cape Bridgewater. Danach in den Norden in die Gebirgslandschaft “The Grampions” und zurück nach Melbourne. Zusammen etwa 1.500 Kilometer.

Ich habe noch nie so richtig gecampt. Gut, schon mal auf einem Festival im Zelt, leider war dies eine eher unschöne Erfahrung. Und an die zwei Nächte mit Mama und Papa im kleinen mandarinen-farbenen Wohnwagen in Weeze kann ich mich nicht mehr erinnern.

Mein Grauen vermischt sich mit Vorfreude.

Blue Mountains:

Batemans Bay:

Sydney: alles anders und doch wie immer

Ich kann Schilder lesen, die Strassen sind asphaltiert, es ist sauber, geordnet, strukturiert. Keine Motorroller, nirgendwo Garküchen, kein Reis.

Ich bin auf einem anderen Kontinent, 18.000 Kilometer von zuhause entfernt, und ich fühle mich wie “nebenan”. Alles ist sehr englisch, modern, hübsch, ein Seebad am anderen Ende der Welt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier fein leben kann. Sonne fast das ganze Jahr, milde Winter, immer Strand, hübsche Menschen (insbesondere Surfer, höhö). Jeder ist sehr freundlich und gut gelaunt, der Kaffee ist grossartigst, man liebt Picknick, Barbeque und Fleisch. Die Preise sind etwas höher als daheim und ich bin froh und unendlich dankbar, dass wir bei meiner lieben Freundin und ihrer kleinen Familie schlafen dürfen, denn sonst wäre das leckere Eis, ein Snack zum Lunch und ein alkoholisches Getränk am Tag nicht im Budget.

In Coogee Beach scheint das Leben easy zu sein … wenn nicht dieses aufdringliche Sportdiktat herrschen würde. Hier laufen alle leichtfüssig auf der Joggerautobahn. Der Sporthighway ist der hübsch angelegte Costal Walk, der entlang der Küste bis zum angesagten und international bekannten Bondi Beach führt. Auch im Park nahe den Bürotürmen wird statt Lunch gesportelt und den Stau im Feierabendverkehr umgeht man am besten, indem man nach Hause joggt oder mit dem Rennrad fährt. Vor der Arbeit geht man vielleicht noch Surfen, wenn die Wellen nichts hergeben, legt man ne Stunde Yoga ein.

Nun ja, soviel Sport und Energy um einen herum steckt an und so war ich auch joggen, zwei Mal. Das muss man am besten schon ganz früh morgens, spätestens bis 9.00 Uhr erledigen, weil nämlich später die Sonne erbarmungslos auf einen hinunter brennt. Ich war total fertig. Mit dem Sport habe ich es dann wieder gelassen. Wer hier nicht aktiv ist, ist unten durch. Ausserhalb von Sydney sieht das allerdings wieder anders aus. Da erkennt man sogleich die Liebe zum Weber Grill.

In Sydney unternahmen wir eine schöne Sightseeing Tour auf eigene Faust, inklusive Oper, Botanischer Garten, Harbour Bridge, Museum of Contempary Art, The Rocks, Central Business District mit den Bürotürmen und Einkaufsstrassen.

Ein Highlight war der rund 7-stündige Besuch der Cricket Weltmeisterschaft im Stadion. Südafrika gewann nach spektakulären Wickets und 4/6 Point Schlägen gegen West-India. Einen Teil der Regeln habe ich nun halbwegs verstanden und das mitgebrachte Picknick war super lecker: Sandwiches, Vegimite Scrolls, Nüsse, Kekse, Weintrauben, Meat Pie und dazu Bier. Ob das zur Sportlernahrung gehört? Nö!

Und nun? Ich bin ja auf Weltreise und die westliche Welt ist mir bereits bestens bekannt, also muss etwas Action und Spektakel her, etwas, das ich noch nicht kenne.

Nichts einfacher als das. Wir machen Ausflüge!