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Hello Africa, tell me how you’re doing.

I’m doing fine, denn ich bin da, ich kann’s nicht fassen! Blauer Himmel, Sonne, Licht! Alles noch dran an mir! Jetzt grinse ich wie ein Honigkuchenpferd.
Die Anreise war scheisse. In der Air Berlin Maschine (geht garnicht) saßen nur junge lustige Leute, neben mir ausgerechnet ein muffeliger Typ mit Bierbauch.
In Abu Dhabi dann drei Stunden Aufenthalt, ich schon total drüber, weil ich im Sitzen nicht schlafen kann und es in der Maschine total wenig Beinfreiheit gab. Hätte ich doch jetzt den Holunderlikör …
Weiter ging es mit der schickeren Etihad, neben mir ein Sitz frei, immerhin. Aber auch hier konnte ich auf dem acht Stunden Flug nicht schlafen, dann bekam ich Kopfschmerzen, dann Übelkeit inkl. Übergeben.
Mit einer Stunde Verspätung bin ich in Johannesburg gelandet, ab zum Hostel, ab ins Bett. Ohne Abendessen, 13 Stunden durchgeschlafen!!!
Beim opulenten “Bacon and Eggs” Frühstück habe ich direkt sehr nette Leute kennengelernt: Kitty (74) und ihr Mann (71) aus England, reisen seit zwei Monaten durch Afrika. Lovely!
Meine erste Amtshandlung nach dem Frühstück: Shopping! Adapter kaufen, Obst und Gemüse. Und das wachsende Loch in meiner Leggins stopfen lassen.
Übrigens ist es fantastisch, sich als “Gewinner” der Fußballweltmeisterschaft zu outen. Die “JoBurgs” finden das total super und klatschen ab (so geschehen in der Shopping-Mall im Outdoorladen auf der Suche nach einer Kopfbedeckung).
Nächster Programmpunkt: eine 4-Tages-Safari im Kruger National Park! Abfahrt morgen früh um 5 am. Lovely!

Tschüß, Köln …

Nach neun Monaten Vorbereitung, Organisation, Träumen, Planen, Zweifeln und Heulen, Jauchzen und Freuen wurde es nun so richtig ernst: Abflug 03.09. Point of no return!
Mit Sack und Pack ging es am Vortag zunächst nach Kaarst zurück. Und es gab noch hundert Sachen zu tun: Rucksack umpacken, Rechnungen bezahlen, Freunde verabschieden, Post verschicken, wieder Rucksack umpacken, sensationelles Geldversteck nähen (bin ich besonders stolz drauf) … Wie ein hektisches Wiesel lief ich den ganzen Tag im Haus umher, das Herz schlug mir bis zum Anschlag. Aber die Nacht schlief ich sensationell, dank dem selbst aufgesetzten Holunderlikör von meiner Sista und ihrem Mann.
Das Abschiedskomitee am Flughafen: mein Freund, mein bester Freund, Papa, Schwester, Schwager, Cousin, seine Frau und Tochter waren am Start. Es gab noch ein alkoholisches Beruhigungsgetränk und dann -CUT- ab durch die Sicherheitsschleuse.

Von einer, die auszog …


Nach vielen Überlegungen hatte ich mich dafür entschieden, auch die Wohnung in Köln zu kündigen und mein Hab und Gut aus Küche-Diele-Bad bei meinem Vater in der Garage einzulagern. Nie hätte ich gedacht, wieviel Schrott man in sieben Jahren anhäufen kann. Da kamen so einige Säcke Müll zusammen. Hier noch ein Weihnachtsmann mit Magnetarmen, da noch ein Glitzerschissel …. die Fahrt zur AWB-Kippe in Ossendorf war unvermeidlich.

“Nä, nä, Liebschen, Lebensmittel könnt er hee ewer nid rinn donn”.

Was für ein Akt…